DIE MENSCHENRECHTSFUNDAMENTALISTEN
- Weder Populisten noch Verharmloser -
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Diese Kategorie umfasst alles, bei dem wir uns selbst nicht ganz sicher sind, ob es zum Hauptthema dieses Blogs passt.
Sarrazins Erklärung
26.04.2011 09:36:26
Lesehinweis

Ich habe in meinem Buch nicht die Auffassung vertreten oder zum Ausdruck bringen wollen, dass sozialdarwinistische Theorien in die politische Praxis umgesetzt werden sollen. Es entspricht insbesondere nicht meiner Überzeugung, Chancengleichheit durch selektive Förderungs- und Bildungspolitik zu gefährden; alle Kinder sind als Menschen gleich viel wert.
[...]
Mir lag es fern, in meinem Buch Gruppen, insbesondere Migranten, zu diskriminieren. Vielmehr sollten meine Thesen auch der Integration von Migrantengruppen dienen, die bislang aufgrund ihrer Herkunft, sozialen Zusammensetzung und Religion nicht bereit oder in der Lage waren, sich stärker zu integrieren. Es entspricht nicht meiner Vorstellung, dass diese Gruppen bei eigenen Anstrengungen und einer ergänzenden Bildungspolitik etwa aus genetischen Gründen nicht integriert werden könnten.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758686,00.html
Türkei zu teuer für die EU
17.04.2011 08:07:58
Lesehinweis

Allein ein türkischer EU-Beitritt, der derzeit in den Sternen steht, würde somit mehr als ein Drittel der im genannten Zeitraum verfügbaren Strukturfonds von 346 Milliarden Euro ausmachen. „Angesichts dieser Zahl wird sehr schnell klar, dass das die Aufnahmekapazität der EU sprengen würde“, sagte Pieper am Dienstag.
http://diepresse.com/home/politik/eu/649845/TuerkeiBeitritt-sprengt-EUBudget?from=gl.home_politik
Broder zur neuesten Sarrazin-Schelte
14.04.2011 23:03:54
Lesehinweis

Einfach zu sagen, Sarrazin habe einen “Flurschaden” angerichtet, er habe mit seinen “wirren Thesen” das “zerbrechliche Vertrauen” von Deutschen und Migranten zueinander erschüttert, ist nicht nur eine monokausale Ausrede; es ist die alte Sündenbocktheorie, mit der man jeden für alles verantwortlich machen kann.
http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13172682/Ein-Hoch-auf-die-Wissenschaft-der-Suendenbockfindung.html#disqus_thread
Güner Balci über das "Manifest der Vielen"
14.04.2011 22:27:11

Lesehinweis

Was sie verbindet: Sie fühlen sich mit ihrer Zuwanderungsgeschichte im Gepäck in Deutschland von Politik, Medien und Menschen diskriminiert, und das nicht erst seit Sarrazin. Nach besagter Einleitung, die nicht davor zurückschreckt, die aktuelle Islam- und Migrationsdebatte mit der mörderischen Propaganda der Nationalsozialisten zu vergleichen, erwartet man auf den folgenden Seiten, dass Diskriminierungsbeispiele folgen. Doch dann beschwert sich die Autorin Ferdos Forudastan eher über die ständigen Verallgemeinerungen und Vereinfachungen, denen muslimische Mitbürger in den deutschen Medien ausgesetzt seien. Die aus einem iranisch-deutschen Elternhaus stammende Journalistin kann eine Vita vorweisen, die sich nicht gerade wie die Biografie einer Ausgegrenzten und Entrechteten liest.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13172763/Das-unsaegliche-Manifest-der-beleidigten-Muslime.html

Atom ist weg. Wie schön. Und jetzt?
06.04.2011 21:50:37
von Philipp (P)

Die Grünen haben es geschafft: sie sind zur kleinen Volkspartei geworden, regieren Bundesländer und stehen bereit als neue große linke Partei im Politsystem zu fungieren. Sie haben zentrale politische Anliegen durchgesetzt und in den Gencode anderer Parteien eingewirkt, die sich nicht ernsthaft wehren wollten oder konnten. Und: sie haben ihren Gründungsmythos vollendet – die Atomkraft verschwindet aus Deutschland. Dafür gilt ihnen Dank und Anerkennung ihrer Wähler. Doch: die Grünen könnten Opfer ihres eigenen Erfolges werden.

Sarrazin wehrt sich gegen die NPD
03.04.2011 21:37:40
Lesehinweis

Der Buchverlag Random House, der auch Thilo Sarrazins umstrittenen Bestseller "Deutschland schafft sich ab" verlegt, wehrte sich gegen die Verwendung des Buchcovers auf Wahlplakaten der rechtsextremen Partei zu den Kommunalwahlen in Hessen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753385,00.html
Necla Kelek: Friedrich hat Recht
02.04.2011 18:05:27
Lesehinweis

Das Geschrei bei den Vormündern ist groß. Denn wenn diese Haltung Schule macht und man von den Muslimen und ihren Verbänden aktiv Integrationsleistungen abverlangen kann, wenn wir darüber diskutieren können, ob ein Bürger dieses Landes zumindest in Sicherheitsfragen loyal gegenüber der Gesellschaft sein sollte, dann verändert sich auch das von der Sozialpolitik eingehegte Leben der Migranten. Sie werden nicht mehr als Mündel betreut, sondern sind für sich selbst und die Gesellschaft mitverantwortlich.
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13036511/Friedrich-hat-recht.html
Islamkonferenz abschaffen
29.03.2011 21:44:11
Lesehinweis

Ein unwilliger Innenminister, Islamvertreter, die nicht beanspruchen können, die Muslime in Deutschland zu repräsentieren, und eine Debatte, die dem Rahmen längst entwachsen ist. Es ist an der Zeit, die Islamkonferenz abzuschaffen. Ein Kommentar.
http://www.tagesspiegel.de/politik/schafft-sie-ab/4002186.html
Neues Buch über Odenwaldschule
23.03.2011 21:58:20
Lesehinweis

"Wir brauchen Typen, normale Lehrer gibt es überall", pflegten Schulleiter hier zu sagen. Die Nachfahren von Blüher und Wyneken hatten ein anderes Programm: Sie lebten ihre pädokriminellen Fantasien aus - unter dem Fähnchen der sexuellen Befreiung. Alle waren sie irgendwie berühmt: Der eine gründete das deutsche Woodstock, das Chansonfestival auf der Burg Waldeck, der andere die Berliner linksalternative "tageszeitung". Becker beherrschte zusammen mit seinem Freund und Lebensgefährten Hartmut von Hentig die Feuilletons; sein päderastischer Hausnachbar Wolfgang Held firmierte als der unantastbare Adoptivsohn des Komponisten Wolfgang Fortner, der für die Schule Singspiele schrieb.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,750705,00.html

Freie Wähler Frankfurt stellen Strafanzeige gegen Juso-Kandidaten
22.03.2011 20:54:18
Wahl-Info Freie Wähler Frankfurt am Main

INFORMATIONEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE
zur Kommunalwahl in Frankfurt am 27. März 2011
53/ 22. März 2011
 
Strafanzeige gegen Juso-Kandidaten
Tausendfach verbreitete Volksverhetzung und Beleidigung
 
Gegen die beiden Juso-Kandidaten auf der SPD-Liste für die Kommunalwahl, Mike Josef (Platz 10) und Christian Heimpel (Platz 18), hat der FW-Stadtverordnete Wolfgang Hübner Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Beleidigung gestellt. Beide Juso-Kandidaten haben in einem Brief an die Erstwähler in Frankfurt die FREIEN WÄHLER als "Rassisten" diffamiert und zugleich Aufkleber mit den Aufschriften "Frankfurt braucht keine Rassisten", "Alle Rassisten sind Arschlöcher überall" und "Rassisten stoppen - Keine Post von NPD, REP und ,Freie Wähler'" verschickt.
 
Ferner wird der Verein FREIE WÄHLER gegen Heimpel und Josef Anzeige wegen Sachbeschädigung stellen, da die versendeten Aufkleber auf Wahlplakaten der FW befestigt wurden und werden, wozu sie auch unbestreitbar bestimmt sind. Mit der Diffamierung der FREIEN WÄHLER als "Rassisten" haben die Jusos in mehrtausendfacher Verbreitung die Grenzen der politischen Auseinandersetzung weit überschritten und geltende Gesetze verletzt. Hinzu kommt, dass der Vorwurf des "Rassismus" ohne jede Begründung und erst recht ohne jeden Beweis erhoben wird.
 
Stadtverordneter Hübner hat gegen Heimpel und Josef nicht nur in eigener Sache Strafanzeige gestellt, sondern auch zum Schutz aller Kandidaten und Mitglieder der FREIEN WÄHLER.  Hübner fordert die Frankfurter SPD zugleich auf, sich umgehend vom Vorgehen der beiden Jusos zu distanzieren und sich bei den angeschriebenen Jungwählern für diese Diffamierung einer seit langen Jahren im Römer und den Ortsbeiräten tätigen politischen Organisation zu entschuldigen. Ferner fordert Hübner die SPD um Aufklärung, wer den Druck und Versand der Diffamierungsaktion finanziert hat. Zwar ist bekannt, dass viele SPD-Mitglieder und Aktivisten diese Aktion ablehnen. Umso notwendiger ist es, Klarheit über die Verantwortung für dieses ungeheuerliche Vorgehen zu bekommen.
 
Die Juso-Kandidaten Josef und Heimpel haben sich mit dieser von ihnen unterschriebenen Aktion aus dem Kreis anständiger Demokraten selbst ausgegrenzt. Es bleibt zu hoffen, dass keiner der beiden ein Mandat bekommen wird. Wer mit solchen verachtenswerten Methoden Wahlkampf betreibt, setzt auf Hass, Hetze und fördert politische Gewalt. Die Frankfurter SPD muss offenlegen, ob sie das Vorgehen von Josef und Heimpel billigt oder verurteilt - und zwar noch vor der Kommunalwahl am 27. März 2011. 
"Schon damals angefeindet": Der arme Pädophilen-Versteher Hentig
22.03.2011 20:09:27
Lesehinweis

Jung-Paarmann, von 1988 bis 1992 Leiterin der Schule, hat ihre Arbeit geteilt. Das jetzt erschienen Band 1 dokumentiert die Jahre von 1974 bis 1982. An Band 2 arbeitet sie zurzeit. "Das ist möglich, weil es ein sehr gutes Archiv über das OS gibt", sagt die Autorin, die 1977 an der Einrichtung ihre Lehrtätigkeit begann. Und schon damals gab es Anfeindungen gegen das von Hartmut von Hentig gegründete Schulprojekt.
http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/westen/schulen_bildung/4294340_Einzigartig_und_oft_bedroht.html
20 Jugendliche
22.03.2011 19:33:08
Lesehinweis

Auf dem Heimweg traf der 17-Jährige am U-Bahnhof Osloer Straße erneut auf die Gruppe. Die mittlerweile etwa 20 Jugendlichen zerrten ihn auf einen Parkplatz und schlugen und traten auf ihr Opfer ein. Als der „wütende Mob“ von ihm abließ, lag der 17-Jährige bereits bewusstlos auf dem Boden und regte sich nicht mehr, wie Zeugen der Polizei berichteten. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte ein Schädelhirntrauma und mehrere Blutergüsse am Kopf. Der junge Mann muss länger im Krankenhaus bleiben.
http://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-jugendliche-pruegeln-17-jaehrigen-krankenhausreif_aid_611365.html
Islam-Debatte in Tutzing
20.03.2011 22:57:53
Lesehinweis

Der Schriftsteller Johano Strasser, SPD-Mitglied wie Sarrazin, übernimmt die Rolle des politisch Korrekten und wirft jenem ein „unerträgliches“ Menschenbild vor. Sarrazin beurteile Menschen nur nach ihrer Nützlichkeit, aber „Menschen sind kein Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck“. Ähnlich sieht das der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider: „Der Sozialstaat ist keine Frage der Nützlichkeit, sondern auch eine Frage der Menschlichkeit.“ Alleine der Autor Henryk Broder macht sich über die deutsche Empörung über Sarrazin lustig und spottet: „Man versucht, an den Moslems gutzumachen, was man an den Juden verbrochen hat.“
http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Umdribbelt-die-Eltern-id14370291.html

Anti-Atomkraft-Partei ohne Ahnung von Atomkraft
19.03.2011 11:22:38
Lesehinweis

Özdemir hat keine Ahnung vom grundlegenden Unterschied zwischen installierter Leistung und verfügbarer Leistung: Seine 140 “Gigabyte” (Gigawatt), die wir angeblich “erzeugen"(!), bezeichnen die Gesamtheit aller installierten Kraftwerksleistung aus AKW-, Kohle-, Wasser-, Wind-, Solar-Anlagen, etc. (und falsch ist die Zahl auch noch, sie liegt derzeit bei > 150 GW). Diese Gesamtleistung des Kraftwerkspark steht aber keineswegs ununterbrochen zur Stromerzeugung zur Verfügung, wie er suggeriert – davon zu unterscheiden ist nämlich die “verfügbare Leistung” aus den 150 GW, also diejenige Leistung, die in einem konkreten Moment zur Lastabdeckung tatsächlich bereit ist.
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_herr_oezdemir_hat_nicht_nur_schwierigkeiten_mit_dem_kopfrechnen/
Künast freut sich
18.03.2011 06:49:29
von Konservativ (P)

Es ist nicht alles schlecht am Unglück der Japaner (findet man bei den Grünen). Sicher, Tausende von Menschen sind tot, die weitere Entwicklung ist ungewiss... aber wenn man von diesen Dingen einmal absieht, darf man sich ja auch mal klammheimlich oder eben ziemlich öffentlich ganz ungeniert freuen. Man gehört zwar nicht zu den Leuten, die jetzt sagen würden "Wir hatten Recht", aber man hatte ja schließlich Recht. Und das muss man irgendwie auch ausdrücken.

Bei Renate Künast klang das gestern in Maybrit Illners Talkrunde so: "In gewisser Weise freue ich mich ja, dass Sie jetzt diese Wende machen müssen." 

Dass sich auch konservative Politiker explizit in der Öffentlichkeit als "erfreut" erklärt haben nach dem 11. September oder den Komatritten in der Münchner U-Bahn, weil sie jetzt eine restriktivere Sicherheitspolitik fahren durften - an so etwas kann ich mich hingegen nicht erinnern. Vermutlich wäre so eine Äußerung geschmacklos gewesen.
NPD-Mann wird zur LINKE-Frau
16.03.2011 14:04:24

Lesehinweis

Monika Strub tritt bei der Landtagswahl am 27. März im badischen Emmendingen als Direktkandidatin der Linkspartei an. Die 35-jährige Abendschülerin, die Mitglied der Gewerkschaft Verdi ist, war, wie die Süddeutsche Zeitung herausfand, früher nicht nur ein Mann, sondern bis 2001 auch NPD-Mitglied Nummer 79879.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34364/1.html

Henryk Broder und Hamed Abdel-Samad im Interview
14.03.2011 21:10:42
Lesehinweis

Broder: Zuerst einmal sollte man die Begriffe auseinanderhalten. Hamed hat schon darauf hingewiesen: Der Islamophobiker mag krankhaft und übersteigert reagieren, aber er hat Gründe für seine Angst; das ist beim Antisemitismus anders. Der deutsche Islamophobiker ist da aber wieder ein Sonderfall: Er hat gerne Angst, für ihn liegt darin ein Genuss.
http://www.zeit.de/2011/11/Interview-Broder-Abdel-Samad?page=all

Tischgespräch mit Necla Kelek
13.03.2011 12:38:05
Lesehinweis

Es ist vielleicht kein Zufall, dass Patrick Bahners, der soeben eine Streitschrift gegen islamophobe "Panikmacher" veröffentlicht hat, zu denen er Necla Kelek zählt, Katholik ist. In seinem Buch zieht er eine Parallele zwischen der heutigen Islamkritik und dem preußischen Kulturkampf, der im Namen der Moderne und des Nationalstaats gegen die Katholiken geführt wurde. Kelek fühlt sich aber bewusst missverstanden. Denn Bahners habe aus ihrem Kampf um Emanzipation ein Psychodrama zwischen Vater und Tochter gemacht. "Das hat mich sehr getroffen. Ich habe mich immer als einen politischen Menschen gesehen. Und da wird man Seite für Seite entpolitisiert. Das hat mir wehgetan. Er sagt, mein Vater stehe für den Islam, wie er uns unterdrückt hat, und und und. Das heißt, wenn ich einen guten Vater gehabt hätte, hätte ich den Islam ganz toll gefunden. Das ist so banal. Er kann meine Politik kritisieren, aber so ein Psychologisieren, Pathologisieren der Islamkritiker, das ist unmöglich. Gerade Bahners als Feuilletonchef der "FAZ", wo ich so viel veröffentlicht habe... Nö."
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article12785824/Necla-Kelek.html

Bahners again
10.03.2011 17:18:44

Lesehinweise

Zudem scheint der Autor von einer kaum beherrschten Frauenfeindlichkeit beseelt zu sein. Seine Ausführungen zum Kopftuch offenbaren eine gespenstische Verehrung der heiligen Maria und eine Verachtung der Hure, aber eben auch eine mythische Betrachtung der muslimischen Kopftuchträgerin und einen tiefen Hass auf die emanzipierte, westliche, selbstbewusste Frau. Da offenbaren sich in Wahrheit Abgründe, und die werden auch wirksam, wenn er seinem Feindbild in Gestalt der türkischstämmigen Kritikerin des Islam, Necla Kelek, dadurch begegnet, dass er tief unter der Gürtellinie ad personam geht und auf deren persönliche herkunftsbedingte Befangenheit abhebt, die er allerdings nicht zu belegen vermag. Bahners scheint mit einem Statusneid gegenüber Kelek zu kämpfen, die, anders als er, eine etablierte Größe auf dem Gebiet der Integrationspolitik ist.
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1808671/Ist-Die-Panikmacher-ein-furchtbares-Buch.html

Patrick Bahners hat ein eminent wichtiges Buch geschrieben. Ob die Kanzlerin es „hilfreich“ findet, darüber braucht sie die Nation nicht in Kenntnis zu setzen. Lesen sollte sie es.
http://www.cicero.de/97.php?item=5983

Manchmal gelingen Bahners dabei treffende Formulierungen wie: „Broders Welt ist übersichtlich: Es gibt nur einen Krieg, nur einen Feind, nur eine Front. Diese radikale Vereinfachung der Weltverhältnisse macht die Attraktion der Islamkritik aus“ (S. 262). Manchmal vergreift der Autor sich aber auch und wird persönlich und unsachlich, etwa wenn er der jetzigen Familienministerin Kristina Schröder vorwirft, sie sei „das erste Beispiel für eine Karriere auf dem Ticket der Islamkritik“ (S. 269). Ob man unsachlicher Polemik mit unsachlicher Polemik begegnen soll, mag eine strittige Frage sein.
http://hpd.de/node/11259

Bahners-Rezension im Wiesbadener Kurier
09.03.2011 20:46:19
Lesehinweis

In der Debatte um das Kopftuch, welches er als „Begriff der Scham“ sieht, verrennt sich Bahners allerdings. Die Frau schütze sich vor zudringlichen Augen und wolle ihrerseits nicht aufdringlich werden. Verhüllt werde das Kostbare. Das kommt Rechtfertigungsmustern, dass Frauen an Übergriffen selbst schuld sind, wenn sie sich unzüchtig kleiden, gefährlich nahe.
http://www.wiesbadener-kurier.de/nachrichten/politik/deutschland/10297457.htm

Rock gegen Grün
09.03.2011 06:42:30
Lesehinweis

Schlecker ist Sprecher einer Aktion, zu der sich acht Kneipiers zusammengeschlossen haben, Titel: "Rock gegen Grün". Geplant sind drei Musik-Abende, am 18. März geht es im Eden los. Dort werden dann "Jürgen Trittins Lieblingsplatten" aufgelegt, Grundrichtung Indie-Rock mit Platten von Depeche Mode, Franz Ferdinand oder Jonny Cash. Der Wirt des Eden, Klaus Erb, verweist auf einen Internet-Steckbrief, auf dem er Trittins Lieblingsplatten recherchiert hat. Warum diese Aktion? Während Klaus Erb von "Satire" spricht, geht Aktions-Sprecher Klaus Schlecker in die Vollen: "Die Grünen sind ein verlogener Haufen." Seine Meinung: Die Grünen würden sich als "Wohlfühlpartei" verkaufen, doch was würden sie umsetzen, falls sie eine entsprechende Mehrheit im Landtag bekämen? Schleckers Antwort: "Das Rauchverbot."
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Szenewirte-lassen-Dampf-ab;art4329,869102
"Turnen für türkische Frauen"
07.03.2011 20:37:45

von Konservativ (P)

Kürzlich erspähte ich bei einem Spaziergang durch eine Kleinstadt in der Nähe meines Wohnortes ein Plakat, auf dem „Turnen für türkische Frauen“ anbot. Es löste einige Gedankengänge in mir aus.

Inwiefern turnen türkische Frauen eigentlich anders als andere Frauen? Und wie würde die Öffentlichkeit auf ein Plakat reagieren, das für „Turnen für deutsche Frauen“ wirbt? Würde ein solcher Text als diskriminierend und ausgrenzend wahrgenommen? Oder gibt es zumindest vielleicht auch irgendwo „Turnen für polnische Frauen“ oder „Turnen für vietnamesische Frauen“? Nein? Warum dann eigentlich „Turnen für türkische Frauen“?

Es sei den Türkinnen durchaus von Herzen gegönnt, sich turnerisch zu betätigen. Aber wieso wollen sie eigentlich keine Deutschen, Polinnen und Vietnamesinnen dabeihaben? Gibt es, was das Turnen betrifft, tatsächlich unüberbrückbare kulturelle Differenzen?

Irgendwie kam mir das alles so bekannt vor, so als hätte ich über all diese Dinge schon einmal gelesen, bloß in einem anderen Zusammenhang. Und tatsächlich werde ich fündig, als ich meine Ausgabe von Peter Glotz’ „Die Vertreibung“ aus dem Bücherregal nehme. In einem Kapitel befasst sich Glotz mit der „Herstellung des Nationalismus in Böhmen“. Unter der Überschrift „Tschechisch turnen, deutsch turnen“ kann man dort auf Seite 66 lesen:

Dohnanyi über Sarrazin und Guttenberg
07.03.2011 10:34:17

Lesehinweis

Der große Unterschied ist, dass diejenigen, die Thilo Sarrazin kritisieren, das Buch nicht gelesen haben. Denn nach dem Lesen des Buches „Deutschland schafft sich ab“ bleibt nicht ein einziger Vorwurf übrig. Nicht einer. Dagegen sind Guttenbergs Fehler und Verstöße gegen die Ethik nachweisbar. Ich stimme dem Sozialhistoriker Hans-Ulrich Wehler zu, der Sarrazins Werk als engagiertes Plädoyer eines Sozialdemokraten bewertet.
http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/fulda_und_region/Fulda-Region-Interview-Von-Dohnanyi-ueber-Guttenberg-und-Sarrazin;art25,390386

Matussek im SPIEGEL: Warum der Minister Recht hat
07.03.2011 10:13:28
Lesehinweis

Natürlich hat Innenminister Hans-Peter Friedrich recht, wenn er sagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Es deckt sich mit dem, was der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen in Deutschland lebenden türkischen Landsleuten vor wenigen Tagen mahnend zugerufen hat, als er sie erneut vor der Assimilation warnte. Erdogan appelliert an die, die nicht dazugehören, nicht dazugehören wollen, und von denen gibt es einige.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,749307,00.html

Pro-Guttenberg-Demos: wirklich "ein Flop"?
05.03.2011 17:40:25
von Konservativ (P)

Die Medien sparen derzeit nicht an Häme für die eher mäßig besuchten Demonstrationen, auf denen Solidartität mit dem zurückgetretenen Verteidigungsminister gezeigt werden sollte. Man liest von "Flops", man liest  von "Spott", man wird ständig auf die geringen Besucherzahlen verwiesen. Der Leser muss also den Eindruck gewinnen, dass sich der Aufruf zu Pro-Guttenberg-Demos in zahlreichen deutschen Städten als Nullnummer erwiesen hat.

Doch an dieser Stelle sollte man einmal kurz innehalten und sich fragen, ob viele Journalisten an die Guttenberg-Unterstützer andere Maßstäbe anlegen als an all jene, die sich zu sonstigen Gelegenheiten zum Protest auf der Straße einfinden. Auf wie viele Teilnehmer haben es eigentlich jene Demonstrationen gebracht, die sich in den letzten Tagen GEGEN Guttenberg ausgesprochen haben? Auch in diesen Fällen versammelten sich nur wenige hundert Menschen, der SPIEGEL sprach sogar von einmal einer Veranstaltung, die "ein halbes Dutzend" (!) angezogen hatte. Und die diversen Anti-Sarrazin-Demos der letzten Monate waren weit davon entfernt, vierstellige Teilnehmerzahlen auch nur ansatzweise zu erreichen. Das ist die Logik einiger Journalisten: 100 Menschen gegen Sarrazin sind viel, 100 Menschen für Guttenberg sind wenig.

Interessanterweise las man aber bei der Berichterstattung über diese genannten Fälle keine Wörter wie "Flop", "nur" oder "lediglich". Die Medien, überwiegend gegen Guttenberg positioniert, empfinden Häme und können auch nicht der Versuchung widerstehen, dieser nun freien Lauf zu lassen. 80 Demontranten in Frankfurt und 150 in Hamburg mögen in der Tat nicht viel sein. Die 2000 Teilnehmer in dem Örtchen Guttenberg selbst, so diese Zahl stimmen sollte, stellen jedoch bereits einen beachtlichen Erfolg dar. Auch die "einigen Hundert" in anderen deutschen Städten können sich durchaus sehen lassen, wenn man bedenkt, wie kurzfristig angekündigt und wie dilletantisch organisiert die Demonstrationen in einigen Fällen doch waren.

Und genau da liegt der Hund begraben: Hier organisieren sich Menschen, die alles andere als Protest-Profis sind. Die Guttenberg-Unterstützer sind weder Berufsrevolutionäre noch Hobby-Demonstranten aus Leidenschaft. Sie entstammen mehrheitlich Bevölkerungsschichten, die als nicht besonders demonstrationsfreudig gelten. Das unterscheidet sie deutlich von ihrem linken Gegenpart, der hinsichtlich seines Protestverhaltens über eine gut ausgebaute Infrastruktur verfügt. Man sollte sich also davor hüten, die Anzahl der Teilnehmer einer Pro-Guttenberg-Demonstration mit der Anzahl der tatsächlichen Unterstützer zu verwechseln. Nicht jeder, der eine klare Meinung zu einem Thema hat, fühlt sich zum Straßenkämpfer berufen.
Ralph Giordano antwortet Patrick Bahners
04.03.2011 16:25:05
Lesehinweis

In ihren Augen bin ich ein "Panikmacher", gefährlicher Bundesgenosse anderer Panikmacher wie Necla Kelek, Alice Schwarzer, Henryk Broder und Ayaan Hirsi Ali (welche Ehrengalerie!). Tatsächlich habe ich meinen Teil dazu beigetragen, das von feigen deutschen Politikern über Jahrzehnte hin verdrängte und geschönte Thema "Migration/Integration" drei Jahre vor dem verdienstvollen Thilo Sarrazin in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Und dabei jene verfehlte Immigrationspolitik anzuprangern, die sich geweigert hat, Deutschland mit entsprechenden Regularien und unter Berücksichtigung berechtigter Eigennutzinteressen zum Einwanderungsland zu erklären.
[...]
"Panikmacher, Ausländerfeind, Türkenschreck, Antimuslim-Guru?" Ein Hundsfott, der mich so nennt!
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1803390/Publizist-Ralph-Giordano-Ich-Tuerkenschreck.html
Erdogan, der umgekehrte Sarrazin
28.02.2011 23:17:28
Lesehinweis

Von Düsseldorf geht eine nationalistische Botschaft aus: Wir sind wieder wer, und ihr seid ein Teil davon! Nun ist es erwiesenermaßen falsch, wenn deutsche Politiker immer wieder behaupten, deutsche Sprachkenntnisse würden die Integrationsprobleme lösen. Dann müsste in Frankreichs Banlieues Arbeitskräftemangel herrschen. Kein Zweifel aber besteht daran, dass deutsche Sprachkenntnisse hilfreich sind, wenn’s um einen Job hierzulande geht. Darum ist Erdogans Aufforderung, die Kinder zuerst Türkisch und dann erst Deutsch lernen zu lassen, kontraproduktiv. Sollte es darum gehen, die Deutschtürken als nationale Minderheit zu etablieren, kann dies gleichfalls kaum hilfreich sein. Die in Deutschland lebenden Menschen türkischer Abstammung mit deutschem Pass haben die gleichen Rechte und Pflichten wie Bundesbürger deutscher oder anderer Herkunft. Sie zu etwas besonders Gutem machen zu wollen, ist ebenso falsch wie sie zu einem besonders Schlechten. Insofern hat sich Erdogan am Rhein aufgeführt wie ein Sarrazin mit umgekehrtem Vorzeichen.
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Sarrazin-mit-umgekehrtem-Vorzeichen-article2723611.html

Alice Schwarzer antwortet Bahners
28.02.2011 20:39:08
Lesehinweis

Der Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Patrick Bahners, hat ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: „Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam“. Diese Panikmacher sind in seinen Augen, neben Sarrazin und Broder, vor allem drei Frauen: Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und ich. Wir sind sie: Diese neuen minderheiten- und fremdenfeindlichen „Nationalisten“. Was nicht ganz unkomisch ist bei einer Somalierin mit holländischem Pass, einer Deutsch-Türkin und einer Deutschen, die bisher auch nicht unbedingt mit Mehrheitsmeinungen und Nationalismus aufgefallen ist.
http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1%5BblogList%5D%5BshowUid%5D=62&tx_t3blog_pi1%5BblogList%5D%5Byear%5D=2011&tx_t3blog_pi1%5BblogList%5D%5Bmonth%5D=02&tx_t3blog_pi1%5BblogList%5D%5Bday%5D=22&cHash=4d0b93adf4
Statt Multikulti-Konzepten einen robusten Liberalismus
27.02.2011 17:00:15
Lesehinweis

Das war keine Kritik des ethnischen und kulturellen Pluralismus, sondern der Idee eines „Staatsmultikulturalismus“, der an verschiedene gesellschaftliche Gruppen unterschiedliche moralischen Standards anlegt. In Zukunft, so Cameron, würden etwa muslimische Gruppen, die nicht für die Rechte der Frauen einträten, die freie Meinungsäußerung verteidigten oder sich für Integration aussprächen, alle staatlichen Fördermittel verlieren.
http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article12642266/Europa-muss-seine-Werte-gegen-Islamismus-verteidigen.html?wtmc=plista#

Bahners langweilig
26.02.2011 06:37:16
Lesehinweis

Der Gestus des Entlarvens ermüdet aber, wenn der Gegenstand durchschaubar und nicht so gefährlich erscheint, wie Bahners ständig weismachen will. Richtig unangenehm wird es, wenn die Keule des historischen Vergleichs herausgeholt wird. Wie die Islamkritiker heute die Muslime, so hätten die bürgerlichen Antisemiten des 19. Jahrhunderts ihre jüdischen Mitbürger unter Generalverdacht gestellt – was letztlich den Weg nach Auschwitz bereitet habe. Thilo Sarrazin hat – in der FAZ! – mit Recht dieses Argument als «Kernwaffe des deutschen politischen Diskurses» bezeichnet und sich gegen den Vergleich verwahrt.
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Wie-man-sich-einen-Popanz-baut-/story/24718856

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